Ausflug in die Berge

Drei wunderschöne Tage waren P. Antony und ich kurz vor Weihnachten in den Bergen. Meine größte Befürchtung vor der Reise war der oft dichte und chaotische Verkehr, und P. Antony fuhr auf meine Bitte hin auch die ersten beiden Tage gemütlich langsam und zivilisiert. Der erste Halt war Vagamon.

Pine valley in Vagamon, mal keine Palmen, sondern Kiefern wie in Berlin
Am Vormittag leckere Kokosmilch und danach das Fruchtfleisch auskratzen. Mmmmhhhh🙂
Typische Handhaltung
Bei der Flower Show in Vagamon gibt es neben Pflanzen auch viele Lichter
Eine nette Familie in der Blumenhalle 🙂

Übernachtet haben wir in einem Ashram in Nedukandam, in dem nur drei Personen leben. Er steht am Hang mitten in einer Kardamomplantage, ist sehr verwinkelt, mit vielen Treppen und dunkel drinnen. Eine echte Klause. Hier ist mir noch einmal aufgefallen, wie sehr die Architektur meine Stimmung beeinflussen kann. Zudem ist es nachts ziemlich kalt, so dass ich zum Schlafen mehrere Lagen anziehe.

Bei einer Kardamompflanze, hier unten wachsen die Samenkapseln

Am nächsten Tag Weiterfahrt über einen Berg, Ramakkalmedu, zu einem kleinen Windpark und einer Weintraubenplantage.

Ein beliebtes Ausflugsziel

In Thekkady gibt es einen See, den die Briten angelegt haben, aber wir konnten ihn nicht erreichen. Dafür wollte P. Antony unbedingt auf einem Elefanten reiten, ich überhaupt nicht, habe mich dann doch überreden lassen. Nachdem wir eine Stunde gewartet haben und einen langen lautstarken Streit über die Reihenfolge mitbekommen haben, ging es etwa eine Viertelstunde durch den Wald. Es war schon ein besonderes Erlebnis.

Wir besuchen noch einen ayurvedischen Kräutergarten und sind dann nach Adimali in den Ashram weitergefahren, wo ich im März den Kontakt mit dem Institute for Language Studies in Tiruvalla aufgenommen habe.

Im Garten des ashrams
Frühmorgens schwimme ich in diesem sauberen Fluss – ein Genuss
Nach dem leckeren Frühstück mit selbst gemachten Reisnudeln und Eicurry
Auf dem Grundstück des ashrams, mit vielen Nutzpflanzen wie Kardamom, Kokospalmen und Bananen
Eine Engelsfigur auf dem Grundstück in einer Höhle, mit offenem Grab daneben, symbolisiert die Auferstehung
Überraschungsbesuch bei Rateesh und seiner Familie, in deren homestay ich im März war

Auf der Rückfahrt von Adimali sind wir noch zum Mittagessen eingeladen und besuchen nochmal einen Ayurveda Kräutergarten.

Wilde Bananenstaude
Shatavari, ein Frauenkraut

P. Antony muss um halb fünf zurück in Tiruvalla sein. Unterwegs gibt es eine Umleitung, so dass er unter ziemlichen Zeitdruck gerät und sehr schnell fährt und oft sehr spitzig überholt. Aber er ist ein sicherer Fahrer, so dass ich manchmal nur die Augen schließe, wenn es brenzlig zu werden droht. 😉


Entdecke mehr von blog.yogakultur.de

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

2 Gedanken zu „Ausflug in die Berge“

  1. Liebe Sigrid,
    den Elefantenritt wirst Du so schnell nicht vergessen! Respekt, dass Du Dich das getraut hast. Die Kiefern erinnern an Deine Heimat, die Du ja bald wieder aufsuchen wirst. Dann endet für Dich eine ereignisreiche und aufregende Zeit in Indien. Genieße die letzten Tage.
    Liebe Grüße.
    Mutter und Gert

    1. Liebe Mutter, lieber Gert, danke für euren Kommentar. Ja, der Ritt auf dem Elefanten war schon was Besonderes!
      Ich genieße jetzt die letzten Tage in einem kleinen Yoga und Ayurveda Zentrum und bin gespannt, wie es wieder in Berlin sein wird. Euch einen guten Rutsch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert