Feiern über Feiern

Heute haben mich P. Antony und P. Vijoy zu einem Schulfest in die Mittelschule „Stella Maris“ etwas außerhalb von Tiruvalla mitgenommen. Nach vielen Ehrungen einzelner Schüler:innen für schulische und sportliche Leistungen fand ein bombastisches Kulturprogramm statt mit Tanzaufführungen fast aller Klassen, angefangen von den Kleinsten. Ich war richtig geflasht von dem vielfältigen Programm, dem Können der Kinder, der Musik und der tollen Lichtshow. Als Ehrengäste saßen wir in der ersten Reihe, und ich habe von der Direktorin der Schule sogar einen Blumenstrauß überreicht bekommen.

Hier ein paar Eindrücke:

Der Auferstandene
Eine fantastische Licht-und Tonshow
Krishna und Radha
Anmutige Tänzerinnen
Schwester Elisa, die hier winkt, Direktorin diese Schule mit ca. 1.000 Kindern und Jugendlichen.
Das Finale nach knapp drei sehr kurzweiligen Stunden
Nach der tollen Aufführung gab es für uns noch etwas zu essen, Appam, Chapati, Manjok, Gemüse, Fischcurry, Kuchen und Obst.

Die Direktorin Schwester Elisa hat mit das Essen ausgeteilt. Das fand ich richtig toll. Ich hatte sie schon ein paar Tage zuvor auf einem anderen Fest kennengelernt. Ich war unglaublich beeindruckt von ihrer Persönlichkeit, präsent auf der Bühne, aufmerksam, zugewandt, souverän und gleichzeitig sehr bescheiden.

Noch ein Fest

Vorgestern war der letzte Tag eines achttägigen Marienfestes, hier und in anderen Regionen. Vor ein paar Tagen nahm mich P. Varghese in seine Gemeinde 15 km außerhalb von Tiruvalla mit. Dort wurden wir von einer Familie empfangen, die die ganze Gemeinde eingeladen hatte.

Alle Gäste in festlicher Kleidung
Nach einem Gebet geht es auf eine Prozession. Angekündigt wird die Prozession von superlauten Knallkörpern und dem Trommeln einer Chenda Melam-Gruppe
Die aus etwa 10 Trommlern bestehende Trommelgruppe, lautstark und kraftvoll. Leider kann ich hier keine Videos einbinden, ich hätte euch diese magische Musik gerne hören lassen.
Es geht ungefähr einen Kilometer mit Kerzen
Über eine Brücke an festlich geschmückten Häusern vorbei
hin zu dieser Kirche, wo nochmal ein gesungenes Gebet stattfand

Eine Schülerin aus dem Institut hat mich die ganze Zeit begleitet und mich oft vor dem Stolpern in der Dunkelheit auf der holprigen Straße bewahrt. Sie hat mir alles in fast fehlerfreiem Deutsch erklärt. Außerdem war sie eine der Vorsängerinnen bei dem Gebet. Am Ende des Gebets gingen alle in Zweierreihen nach vorne, um vom Priester kurz ein Tuch auf den Kopf gelegt zu bekommen (das den heiligen Geist symbolisieren soll) und so gesegnet zu werden.

Danach gab es für alle etwa 150 Menschen etwas zu essen und zu trinken.

Auch hier im Ashram fand anlässlich des Marienfestes eine Prozession mit anschließendem Gottesdienst und Essen statt. Vorgestern früh nach Abschluss des achttägigen Festes gab es für alle Payasam, eine sehr leckere süße Reisspeise mit Gewürzen, Kokosmilch und cashews.

Hier die Kirche des Ashrams in adventlichem Licht


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2 Gedanken zu „Feiern über Feiern“

  1. Liebe Sigrid,
    die vielen Feste sind doch ein würdiger Ausgleich für die hiesige Adventszeit. Dann geht es ja mit Silvester und Neujahr zuhause gleich weiter. Wird im Ashram denn auch Weihnachten gefeiert? Schönes Wochenende.
    Lieben Gruß
    Gert

    1. Lieber Gert, da hast du recht. Es geht hier aber weniger besinnlich, sondern mehr laut und bunt bei den Festen zu. Weihnachten wird hier auch gefeiert, offensichtlich auch fröhlich und bunt.

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